Home
 2005
2006
2007
2008
 2009
 2010
2011
 2012
2013
2014
2015
2016
2017
Gästebuch
Schiff und Crew
Schiffsbilder
 




*********************************************************************************************

Ein Winter der nicht enden will...!!? Noch am 23.3. sah es so auf dem Bootsplatz im Winterlager aus!


 5. 4.
Tageshöchsttemperatur 3°C - immerhin Plus-Grade! Alles Grau in Grau und dann fallen wieder leichte Schneeflöckchen auf uns herab. Ein Wetter für... ? nicht zum Abslippen!!! Doch es hilft nichts, die Kran-Termine sind festgelegt, wir sind heute dran. Auf dem Boden zwischen den Schiffen liegen noch Schneehaufen; bevor die Außenhaut unserer "Viking" poliert werden konnte - vorgestern, immerhin bei Sonnenschein, mußte Harald Schnee wegräumen, um überhaupt das Laufgestell zum Polieren aufstellen zu können. Alle beteiligten Schiffsmannschaften sind heute dick eingemummt, die Augen möglichst niedergeschlagen, um keine Schneeflocken einzufangen. Um 11.30 h schwimmt unser Schiff im kalten Wasser. Danach klaren wir auf und packen die Autoladung Schiffsutensilien um. Bei dem Wetter ist nicht daran zu denken, noch den Mast vorzubereiten, denn bei diesen kalten Temperaturen mit steifen Fingern - weil dann ohne Handschuhe - können keine kleine Schrauben, Drähte usw. gut angebracht werden. Außerdem müssen wir Morgen aus familiären Gründen einige Tage verreisen. Dieses Kapitel wird also in ca. einer Woche fortgesetzt. Wir lassen deshalb das Schiff noch in Ellerbek liegen, die anderen Segelvereine hier werden erst zum nächsten Wochenende abslippen.

12. 4.
Wir sind wieder an Bord. Aus dem Schneefall letzter Woche ist ein fieser Regen geworden, doch es sind inzwischen immerhin schon 8°C Tagestemperatur. Eigentlich wollte Harald heute mit den Mastvorbereitungen beginnen, doch erstens: kommt es anders, als  geplant.... Heidrun benötigt für Aufräum- und Putzarbeiten unter Deck Wasser. Also: "schnell vorher" noch die Tanks auffüllen, doch dann kommt kein Wasser aus dem Hahn!? Ursachenforschung= die Wasserpumpe brummt planmäßig, doch statt aus dem Hahn ergießt sich das Wasser in den Unterschrank der Spüle, dann in die Bilge und die Bilgepumpe bekommt Arbeit... Das Problem ist schnell festgestellt: der Accumulator (Druckausgleichstank), der den Wasserdruck aufbaut bzw. hält, hat einen großen Riß, aus dem das Wasser sprudelt.Alterserscheinung nach 20 Jahren? Ersatz ist glücklicherweise sofort zu kaufen, danach verbringt Schlangenmensch Harald den Nachmittag unter der Spüle = mit Erfolg, denn gegen Abend ist alles in Ordnung. Nun schnell "fein machen", denn eine Einladung zum Geburtstagsessen steht an. Zurück an Bord, kuscheln wir uns gut in unsere Betten und verbringen die erste Nacht dieser Saison an Bord.

13. 4.
In den Medien wird seit Tagen vom Frühlingsbeginn an diesem Wochenende gejubelt; zweistellige Temperaturen sollen erreicht werden, dazu reichlich Sonnenschein - wo?  "... nur direkt an der Ostsee ist mit kühleren Temperaturen und einzelnen Regenschauern zu rechnen...." Richtig: Der Tag beginnt genau so. Nach dem Frühstück begibt sich Harald zum "Außendienst" am Mast, Heidrun hat "Innendienst". Am Mastenkran herrscht derweil Hochbetrieb: aus Booten werden wieder Segelschiffe. Um 18.40 h hat auch unser Schiff wieder einen Mast - glücklicherweise ist gerade Regenpause, doch kalt ist es immer noch; Tageshöchsttemperatur war 8°C, jetzt wird es schon wieder etwas frischer. Doch der Mast steht, alles ist gut gegangen. Nach dem Abendessen hängen wir etwas "schlapp in den Seilen" und gehen auch früher als sonst schlafen.

14. 4.
Früh am Morgen zaghafte Sonnenstraheln; die Luft ist tatsächlich spührbar milder geworden: Es sind jetzt ca. 14°C ! Die Sonne wird jedoch bald wieder hinter Wolken versteckt, doch es ist trocken. Harald kümmert sich um das Rigg: die Wanten müssen nun endgültig festgeschraubt  (beim Mast setzten wir nur provisorisch festgeschraubt), der Baum und die Blöcke angebracht werden, und, und , und... Unter Deck werden die mitgebrachten Utensilien ausgepackt, eingeräumt, angebracht, der Teppich ausgelegt - es wird wieder schön wohnlich. Die Heizung kann tagsüber sogar abgestellt werden. Das ändert sich, als kurz nach 17.00 h  ein Regenschauer einsetzt. Doch die Segel sind bereits angeschlagen und auf- bzw. eingerollt. Später hört der Regen auf und es bleibt trocken.



15. 4.
Leinen los um 10.45 h, Sonne, blauer Himmel, Wind SW 4 Bft, böig, 14°C. Wir motoren  in der Kieler Förde Richtung Westseite zu unserem Heimathafen Stickenhörn; fest auf unserem Liegeplatz um 11.25 h. Überaschung: die rostigen Stahl-Heckpoller wurden alle mit einem Kunststoffmantel überzogen; wie schön! Heidrun reinigt Deck und Cockpit mit dem Hochdruckreiniger, derweil holt Harald unser Auto vom Ostufer. Der Himmel bedeckt sich im Laufe der Zeit. Harald ist wieder zurück, und als Heidrun auch fertig ist, wird die alte "Wintersprayhood" gegen die "normale", frisch gereinigte, Sprayhood ausgetauscht - begleitet vom eingetroffenen Regenschauer -es geht wohl noch nicht ohne... Nachdem die letzten Handgriffe getan sind, packen wir ein und fahren nach Hause.
                                                                                                                 3,5 sm                                  

26. - 29. 4.
Die Schiffe der "Spät-Abslipper" unseres Vereins sind jetzt auch im Wasser, das bedeutet für alle Clubmitglieder: Aufräumen des Winterlager-Platzes. Natürlich regnet es kräftig, und kalt ist es auch wieder geworden. Wir haben die "Kuchenbude" aufgebaut, um den Regen auf unserem Schiff etwas auf Distanz zu halten. Nach dem Arbeitseinsatz auf dem Bootsplatz  geht es dann bei uns an Bord weiter: Wir haben wieder das Auto vollgeladen und räumen in diesen Tagen alles ein bzw. ist Harald auch handwerklich tätig: u.a. muss z.B. das gebrochene Lampenkabel für das Top-Licht am Mast repariert werden, damit wir ggfs. auch in der Dunkelheit auf See zu sehen sind; und, und, und.... Das Wetter wird zum Wochenende trocken und es zeigt sich auch die Sonne - der Sonntag macht dann auch seinem Namen Ehre. Der Yachthafen ist inzwischen fast wieder vollständig belegt; überall wird gewerkelt und Ausrüstung eingeräumt. Fröhliche Stimmung und erfreutes Wiedersehen nach dem langen Winter, der noch kühle Tagestemperaturen nachwirken läßt. Warme Luft unter Deck ermöglicht gemütliche  Abende mit Schiffsnachbarn; es gibt viel zu erzählen bzw. Interessierten auch den Reisebericht unserer Winter-Auszeit zu zeigen, die wir auf den Kapverden verbracht haben. Der Sonntag endet mit schöner Abendstimmung: Sonne und Windstille, die Schiffe spiegeln sich im Wasser. Der Montag beginnt auch noch sonnig, doch stürmische Böen künden das neue Tief an: Der Himmel bezieht sich und bringt Regen mit. Wir packen ein und fahren zurück nach Hause.



3. + 4. 5.
Wir sind wieder an Bord eingetroffen. Das Wetter ist schön sonnig und mild - sogar an der Küste! SY "Festina lente" liegt jetzt auch wieder hier und wir werden überraschend zum Grillabend zu Hause eingeladen: fleischige Leckereien in goldener Abendsonne und nette Gespräche. Am Samstagvormittag: Leinen los um 10.40 h, wir motoren im Sonnenschein und leichter Brise nach Düsternbrook in den "Haupthafen" unseres Segelclubs, denn heute ist offizielles Ansegeln der Saison. Wir finden einen guten Liegeplatz längsseits am Außensteg, fest um 11.20 h. Danach ist Zeit, mit Vereinskollegen zu klönen, "neue" Kinder zu besichtigen bzw. festzustellen, wie groß die Kleinen seit letztem Jahr geworden sind. Am Nachmittag findet die Ansegel-Regatta auf der Förde statt, bei der wir nicht mitmachen, da ehrgeizige Skipper auch mal bei Manövern Schaden anrichten - auch heute sind wieder "Rammings" zu verzeichnen... Am Abend gibt es  nach der Siegerehrung für Alle einen zünftigen, leckeren, Eintopf und Freigetränke beim gemütlichen Tagesausklang auf dem Steg und im Clubhaus.
                                                                                                              3,2 sm




5. 5.
Strahlender Sonnenschein, Wind SW-W,  3-4 Bft, böig. Start um 11.30 h; wir motoren noch ein Stück in die innere Förde und rollen dann die Segel aus, wenden, und segeln Richtung Stickenhörn- herrlich! Fest um 13.00 h auf unserem Liegeplatz. Am Nachmittag noch gemütliches Kaffeetrinken/ Kuchenessen im Cockpit; gegen Abend dann Rückfahrt nach Hamburg. Das war das erste komplett schöne Wochenend-Wetter der Saison!
                                                                                                                 4,5 sm 

22. + 23. 6.
Diverse (Familien-) Feiern, auswärtige Besucher bei uns und andere Ereignisse / Termine sind nun passé und wir können jetzt unseren "Sommer"- Segeltörn vorbereiten - wenn es denn endlich Sommer wird... Wettermäßig haben wir nichts versäumt, denn es war lange kalt, stürmisch und nass; zwar mit einzelnen schönen Tagen dazwischen, doch noch sehr unbeständig. Allerdings "kribbelt" es jetzt in uns, denn wir wollen demnächst starten. Heute ist unser Auto voll geladen mit "Konserven & Co", die nun an Bord verstaut werden müssen. Es ist stürmisch und ein Wettermix aus einzelnen Sonnenstrahlen und kräftigen Regenschauern bei 20°C in Kiel. Es dauert seine Zeit, bis Harald alles gut und seefest versorgt hat, doch dann ist es geschafft und unser Vorschiff liegt wieder etwas tiefer im Wasser. Dörte und Felix arbeiten auch noch an ihrem Schiff zur Vorbereitung für den Urlaubstörn und zusammen lassen wir am Abend den arbeitsreichen Tag bei einem...(?) Glas Rotwein ausklingen. Am nächsten Tag noch einige "Pusselarbeiten" an Bord, nach dem Abendessen fahren wir nach Hause zurück. Jetzt müssen wir "nur noch" die frischen Lebensmittel einkaufen, die Urlaubskleidung einpacken und ins Wetter gucken, wann ein guter Start möglich ist.


6.07.

Meteorologen und Medien verkünden seit Tagen lauthals: Der Sommer kommt am Wochenende! Also sind wir gestern Nachmittag, Freitag, mit "Sack und Pack" an Bord gegangen, um dieses Ereignis nicht zu verpassen. Am späten Abend werden nach dem Verstauen der "Mitbringsel" noch die Wassertanks gefüllt, dann sind wir auch bereit. Heute Morgen Leinen los um 10.55 h, die Sonne strahlt am blauen Himmel, Wind NO 2 Bft. Wir motoren aus der Förde, denn der Hauch ist genau gegenan und wir vergessen auch nicht, unserem "Weißen Mann" (Leuchtturm Friedrichsort ) einen Schluck zu opfern ( ins Wasser vor ihm zu gießen ) für einen guten Törn und eine gesunde Heimkehr. Außerhalb der Förde bleibt der Wind vorerst auf NO, obwohl eigentlich NW ( auch für die kommenden Tage ) angesagt worden ist.... Deshalb haben wir auch einen östlichen Kurs eingeschlagen, was im Augenblick jedoch egal ist. Im weiteren Verlauf dreht er dann doch über Nord auf NW, zeitweise ist der Hauch stärker, so dass wir kurze Zeit die Segel setzen. Doch nicht lange, dann motoren wir wieder, Kurs: Bagenkop auf Langeland / DK. Viele Yachten sind unterwegs = es ist Ferienzeit und Wochenende, wer kann, nutzt das Wetter aus. Beim Anlaufen des Hafens sehen wir auch schon viele !! Masten, doch wir finden noch einen Boxenplatz; fest um 16.30 h. Rundum Ferienstimmung, jeder genießt das schöne und warme Wetter. Ein zauberhafter Sommerabend rundet den Tag ab. Besonders stimmungsvoll ist dann, dass zur "Flaggenparade" ein kleiner Bläserchor auf dem Turm im Hafen einige Lieder spielt. Für "Nichtwissende": die Nationalflaggen an Schiffen werden mit Sonnenuntergang bzw. ( im Sommer, wenn es noch lange hell ist ) um 21.00 h eingeholt (entfernt).

                                                                                           29,7 sm




7.07.
Start um 9.50 h, sonnig, Wind NW 2 Bft. Außerhalb des Hafens rollen wir die Segel aus und mit 2-3 Knoten segeln wir die paar Meilen fast bis zur Südspitze von Langeland, als der Wind noch weniger wird und wir den Motor starten. Wir umrunden das Südkap und setzen den Kurs auf Rødby ( Insel Lolland ) ab, querab zur Hauptschifffahrtsroute "Kiel-Ostsee-Weg", auf der reger Verkehr herrscht. Um 13.25 h können wir den Motor abstellen, denn der Wind hat etwas zugelegt und weht jetzt aus West, ca. 3-4 Bft,später mit 4 Bft. Harald hat die Genoa ausgebaumt und als "Schmetterling" segeln wir auf den Fährhafen zu. Eine Fähre der "Vogelfluglinie" legt gerade ab, die ankommende von Fehmarn fährt in den Hafen hinein und somit ist unsere Einfahrt nun ungestört, nachdem wir unsere Segel wieder eingerollt und den Motor angestellt haben. Vorbei an den Fähranlegern biegen wir in den Industriehafen ein, fest am Gästesteg mit Auslegern um 15.50 h. Nur wenige Yachten liegen hier und einige Arbeitsschiffe / Frachter für den Off-Shore-Windpark, der an dieser Küste stetig erweitert wird. Zum Projekt des Tunnel-Baus von Rødby nach Fehmarn gibt es hier ein Informationsbüro, das Dienstags und Donnerstags geöffnet hat = "große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus". Zur Abrundung dieses herrlichen Sommertages nehmen wir unser Abendessen im Cockpit ein und genießen die ruhige Abendstimmung.
                                                                                                               27,1 sm



8.07.
Leinen los um 10.35 h, sonnig, Wind SW 3-4 Bft; im Vorhafen setzen wir zusätzlich zum Motor schon das Großsegel, als eine der Fähren gerade ablegt - wir drehen einige Wartekreisel - draußen nähert sich eine andere. Wir warten vorerst ab, damit die Ankommende einlaufen kann, doch sie fährt plötzlich ganz langsam = wir geben Gas und preschen aus dem Hafen; doch wegen uns hat sie nicht gewartet, denn kurz nach uns läuft die zweite Fähre aus dem Hafen.... o.k., es hat jedoch alles gepasst. Auf offener See frischt der Wind schnell auf, dreht auf West, die Genoa wird ausgerollt, der Motor abgestellt und wir rauschen flott durchs Wasser! Gedser soll heute unser Ziel sein, doch bis dahin müssen wir einen südlichen Bogen um den riesengroßen Offshore-Windpark segeln, der schon fast das ganze Gebiet zwischen Lolland und Falster einnimmt. Bei inzwischen 4-5 Bft von achtern können wir zügig die Reihen "abhaken". Die Flachstelle "Rödsand" ist dann auch bald passiert und wir segeln jetzt zur betonnten Fahrrinne, die zum Fährhafen Gedser, dann - für kleinere Schiffe - weiterführt, um in den Yachthafen Gedser an der Westseite zu gelangen. In der Rinne haben wir die Segel eingerollt und motoren jetzt bei kräftigem Wind gegenan;  fest im Hafen um 16.10 h, Boxenplatz. Weil bei der Einfahrt vorne so viele Yachten schon längsseits im Päckchen lagen, hatten wir vermutet, dass der Hafen voll sei, doch beim Weiterfahren stellten wir fest, dass jede Menge freier Boxen noch vorhanden sind...?! Im Hafen hat sich nichts verändert, er ist immer noch gemütlich und ein schön gelegener Ferienhafen mit Blick auf Natur und Wasser. Abendessen wieder im Cockpit;  das ist Sommer!
                                                                                                          28,3 sm   



9.07.

Wir bleiben noch hier: Hafentag. Für Morgen ist ungemütlicheres Wetter und Starkwind angesagt, evtl. mit etwas Regen. Wir gönnen uns deshalb diesen "Faulenzer-Sonnentag" mit Sonnenbad, Lesen und einer Fahrrad- Runde. Nach dem morgendlichen Aufbruch der weiterziehenden Segler bleiben doch noch etliche andere auch hier => Gleichgesinnte? Im Laufe des Nachmittags frischt der Wind schon auf, doch es bleibt sonnig und warm. Am Abend sind die Grillplätze gut besetzt - wir essen wieder im Cockpit.


10.07.

Über Nacht hat der Wind zugelegt und es pfeift im Rigg: NW 5-6, in Böen bis zu 7, vereinzelt 8, Bft. Wolken am Himmel, die sich tagsüber etwas verdichten, sonnige Abschnitte, wenn auch bei kühleren Temperaturen: 17-19°C ( abzüglich "Chill-Faktor" Wind ). Nichts mit kurzen Hosen heute, sondern lange Beinkleider und Jacke sind heute angesagt! Mittags dicke graue Wolken, doch die drohenden Regenwolken werden freundlicherweise fortgeblasen. Abendessen heute unter Deck, da es draußen zu kühl und windig ist.



11.07.

Leinen los um 10.20 h, heiter, Wind NW 3-4 , mit noch Böen von gut 5 Bft. Im Hafenvorfeld ziehen wir schon das Großsegel 'raus und motoren die Fahrrinne bis zur Hauptfahrrinne der Fähren. Dort gibt es dann einen grünen und roten Pricken, für eine südliche Durchfahrt entlang der Südküste von Falster zur östlichen Seite, denn das Gewässer hier rundum ist ziemlich flach. Die Genoa wird ausgerollt, der Motor abgestellt und hoch am Wind segeln wir auf die rote Tonne zu, die das äußere Ende des 1,8 m tiefen Flachs begrenzt. Die Wellen sind noch relativ hoch und laufen ziemlich "durcheinander", weil hier auch verschiedene Strömungen aufeinander treffen = ungemütlich! Einen direkten Kurs auf Klintholm können wir nicht halten, weil der Wind nördlicher geworden ist = aus der Richtung, wohin wir wollen : also kreuzen. Der Wind lässt später etwas nach und weil uns die Wellen ausbremsen, stellen wir einige Zeit den Motor an, um auf direkten Kurs gehen zu können. Dann legt der Wind wieder zu und wir segeln/kreuzen bei ruppigem Seegang, zwischendurch müssen wir noch das Großsegel etwas reffen. Später wird der Wind etwas weniger - ohne Böen -, der Seegang auch angenehmer, und jetzt kreuzen wir bei guten Bedingungen bis kurz vor die Hafeneinfahrt von Klintholm - so macht es Spaß! Der Hafen ist "proppevoll", wir legen uns ins Päckchen am Brückenkopf des westlichen Steges. Fest um 19.00 h. Einige nachkommende Segler fahren nach der absolvierten Hafenrunde wieder nach draußen und legen sich vor Anker, da der Wind weiter nachgelassen hat und uns wieder einen schönen Sommerabend beschert. Die viele "action" heute beim Segeln und überwiegend ruppiger See verlangt "totales Ausspannen".

                                                                                        39,5 sm


12.07.

Wir bleiben heute in Klintholm. Nach dem ersten großen Aufbruch der Weiterziehenden sind schon etliche Boxenplätze freigeworden und wir verholen uns an demselben Steg zum Land hin; fest um 8.50 h, Boxenplatz. Jetzt wird erst'mal gemütlich gefrühstückt: mit frischen dänischen Brötchen und Wienerbrød = wir sind in Dänemark "angekommen". Das schöne sonnige Wetter - mit wenig Wind - nutzen wir aus, um einige Arbeiten am Schiff zu erledigen, für die noch keine Zeit bzw. kein richtiges Wetter gewesen war. U.a. wird das Cockpit gründlich gereinigt und strahlt wieder und andere Pusselarbeiten werden auch erledigt. Am frühen Nachmittag eröffnet Harald die persönliche Ostsee-Badesaison am Strand neben dem Hafen: Ganz vorne, im Flachwasserbereich schätzt er ca. 20°C Wassertemperatur,im tiefen Wasser ca. 18°C. Für Heidrun ist das noch zu kalt, besonders, da ja keine 30°C o.ä. Lufttemperatur als "Ausgleich" vorhanden sind.... Dann doch lieber ein Sonnenbad. Heute Abend ist der Hafen zwar wieder gut ausgelastet, doch nicht sooo voll, wie gestern. Heute sitzen wir zum Abendessen wieder im Cockpit und genießen die letzten Sonnenstrahlen, obwohl es kühl geworden ist.

13.07.

Im Laufe des Tages soll der Wind auffrischen und für die kommenden Tage ist Starkwind angesagt. Wir beschließen, diese Tag hier in Klintholm abzuwarten, denn in diesem weitläufigen Hafen liegen wir gut und haben alles rundum, was benötigt wird. Auch ist die Liegegebühr im Vergleich zu anderen Häfen preiswerter, weil dieser Hafen nach einigen schlechten Jahren ( letztendlich Insolvenz des Eigentümers ) von der Kommune aufgekauft, dann umfangreich saniert worden ist und somit jetzt die Sportschiffer umworben werden. Harald möchte heute unbedingt zu den Kreidefelsen radeln, um zu sehen, "ob noch alle da sind" . Diese imposante Steilküste auf Møn ist die geologische Fortsetzung von Rügen und läuft bei Rødvig / Seeland als "Stavnsklint" aus. Das sonnige Wetter läßt die Kreidefelsen besonders schön leuchten vor den verschiedenen Blautönen des Wassers und dem Grün der Bäume und Pflanzen auf der Oberseite. Immer wieder faszinierend! Nach der doch anstrengenden Tour liegt der Skipper langgestreckt im Cockpit... Der Wind ist stärker geworden, damit am Abend auch kühler, deshalb: Abendessen unter Deck.




14.07.

Windbrausen in der Luft, im Rigg pfeift es = Wind aus NW - W mit 5-6 Bft, dazu kräftige Böen. Anfangs ist es noch sonnig, im Laufe des Tages wird das Blau mit einer flachen Wolkendecke unterlaufen und es ist recht "frisch" geworden: nix für kurze Hosen und T-Shirt. Heidrun ist als Frisörin gefordert: Haralds Haare müssen dringend gekürzt werden, denn vor dem Urlaub war keine Zeit mehr für einen professionellen Frisörtermin gewesen. Ist gut geworden und Harald ist zufrieden. Am Abend gönnen wir uns im Restaurant "Røgeri" am Hafen das täglich angebotene Buffet mit Vorspeisen, Salaten, diversen Fischgerichten, Roastbeef und Beilagen. Hat sehr gut geschmeckt!



15.07.

Am späten Vormittag fahren wir mit dem Bus vom Hafen nach Møns Klint. Nach ca. 15.Minuten steigen wir dort beim Geocenter aus, ein Geologie- und Naturzentrum, das im Mai 2007 eröffnet worden ist. Hier wird auf interessante Weise auch über die geologische Entwicklung ( der "Geburt" ) Dänemarks informiert. Der Rundgang beginnt mit einer Treppe ins Untergeschoss, auf der Markierungen zeigen, dass wir nun 70 Millionen Jahre zurückgehen. Unten angekommen "schwimmen" Urfische u.a. an den Wänden in bewegten Filmanimationen. Dann wird die Entstehung Dänemarks und des örtlichen Highlights - die Kreidefelsen - erklärt. Die Besucher können per Knopfdruck sich manche Naturgewalten zeigen lassen, z.B. Erdrutsche / Abbrüche der Kreidefelsen u.a.. Im weiteren Verlauf des Rundganges sehen wir viele, in der Kreide gefundene, Fossilien. Auch einen 3-D Film ( 40 Minuten ) über die tierische Entwicklung eine Ur-Flugreptils von vor 250 Millionen Jahren bis heute, zu unseren bekannten Vögeln. Sehr gut gemacht und wir fühlen uns - Dank dieser Technik - mitten im Urwald, auf Bäumen oder flegen mit über die Landschaften. In einem anderen Raum ist ein Expeditionsfilm zu sehen, der über Gletscher und deren Abschmelzung informiert: faszinierende Eindrücke! Momentan ist auch noch eine Sonderausstellung, von Grönland zur Verfügung gestellt, wo man in Ostgrönland 250 Millionen Jahre alte Funde gemacht hat. Manch schrecklicher Saurier und andere Reptilien sind dabei, da können wir direkt froh sein, dass vor ca. 70 Millionen Jahren der Meteorit in Mexico zum Aussterben dieser Spezies verantwortlich war. Es lohnt sich, das alles anzusehen. Es sind auch viele Besucher aus den verschiedensten Ländern hier; die Beschriftungen bei den ausgestellten Objekten sind immer dreisprachig: dänisch, englisch und deutsch. Für Kinder ist es auch interessant, denn vieles können sie ausprobieren, riechen, fühlen oder in den Workshop gehen, in dem sie mit örtlichen Utensilien - Steine, Hölzer, Vogelfedern usw. , auch Perlen aus Glas - sich etwas basteln und dann mitnehmen können. So konnte uns Møn doch noch etwas Neues bieten.




16.07.

Heute ist es wieder sonniger als gestern, der Himmel ist nur leicht bewölkt. Harald erkundet drei Kirchen in der Umgebung mit dem Fahrrad, weil die heute zur Besichtigung geöffnet sind. In der Touristen-Infobroschüre werden die Kalkmalereien als besonders sehenswert beschrieben. Die Kirche in Elmenlunde gehört dazu ( s.u. ). Ansonsten ist "Ruhetag" angesagt.




17.07.

Der ständige NW-Wind - auch im Trend für die folgenden Tage - veranlasst uns, die ursprüngliche Törnplanung zu ändern: Nicht gegenan, sondern m i t dem Wind wollen wir heute segeln: Leinen los 8.15 h, sonnig, Wind WzN 3 Bft, Kurs: Rügen. Bald nach Verlassen des Hafens pendelt sich der Wind auf NW ein und wir segeln mit 3-4 Knoten, die See ist jedoch sehr "wellig" und wg. des Schwankens zieht die Genoa nicht ständig; also: Blister aus der Backskiste und - nach längerer Vorbereitungszeit, weil ein Schotblock angeschlagen und die langen Blister-Schoten eingeführt werden müssen, dann wird der Blister (buntes Leichtwindsegeln ) angeschlagen. Danach segeln wir mit 5-6 Knoten, und als der Wind noch etwas zulegt, mit 6-7 Knoten! Um 11.15 h passieren wir den Hauptschifffahrtsweg; natürlich kommt gerade jetzt ein Frachter, den wir im Auge behalten müssen, ein anderer läuft hinter uns vorbei. Später wird der Wind etwas westlicher und wir reffen das Großsegel, damit der Wind besser in den Blister wehen kann. Um 14.35 h sind wir kurz vor der mit rot+grün betonnten Einfahrt zur Rinne zwischen Hiddensee und Rügen und wir wollen vorher den Blister einholen. Beim Bergen des Blisters rutscht die auf der Winsch belegte Schot aus der Klemmvorrichtung, der Blister beginnt sein "Eigenleben" im natürlich gerade jetzt noch mehr aufgefrischten Wind und zieht die superlange Schot aus dem Block, die dann ins Wasser fällt. Harald versucht gerade den Blister auf dem Vorschiff zu bändigen, Heidrun kümmert sich um die Leine im Wasser, doch irgendwo hat diese sich verhakt! Harald rafft den Blister zusammen, das Groß wird reduziert und gefiert, die Fahrt aus dem Schiff genommen,doch die Schot bleibt störrisch außerhalb; nur: wo? Nicht erkennbar vom auf-und ab tanzenden Schiff. Bleibt nur die Inspektion vom Wasser aus: Harald zieht sich aus, die Badehose an und geht über unsere Badeleiter ins Wasser ( 20°C) und versucht neben dem rollenden Schiff die Klemm-Ursache zu finden = natürlich hat sich ein Teil um den Propeller gewickelt!!! Um es kurz zu machen: Nach vielen Tauchgängen und Versuchen konnte er nach insgesamt ca. 40 Minuten die Leine lösen und der Propeller war wieder frei. Motor an, langsame Fahrt Richtung Tonnenpaar, von dem wir natürlich abgetrieben worden sind und dann das ganze Manöver auf 6m Wassertiefe im "Vorfeld" stattfand. Abtrocknen,Verschnaufpause,anziehen, aufräumen; dann motoren wir in die Rinne. Der Wind pfeift immer noch und es sind bei dem schönen Wetter sehr viele Sportschiffer unterwegs, inclusive Fahrgastschiffe in der schmalen Rinne. Um 17.05 h machen wir fest im Hafen von Vitte auf Hiddensee, auf Anweisung des Hafenmeisters längsseits an der Ost-Pier für die Fahrgastschiffe - für heute! Morgen um 10.00 h müssen wir, wie die anderen Yachten auch, weg sein! Für die entstandene Aufregung und "action"am Ende des herrlichen Segeltörns bleibt die Bordküche heute kalt = wir essen im Fischrestaurant am Hafen, im Freien.

                                                                                                40 sm




18.07.

Start um 9.15 h, sonnig, Wind WzN, gut 3Bft. Heute nurKurzstrecke ( unter Motor ): von Vitte in der betonnten Rinne zurück bis zur Einmündung in den Rassower Strom, weiter entlang der Westseite der Halbinsel Wittow / Rügen in den Wieker Bodden, dort bei der grünen Tonne 29 abbiegen in den Hafen von Wiek. Fest in der Marina "Hafendorf Wiek" in der vom Hafenmeister zugewiesenen Box um 11.05 h. Der Wind auf der Fahrt hierher hat schnell zugelegt und weht jetzt mit fast 5 Bft aus West. Der freundliche Hafenmeister - Herr Paetrow - heißt uns willkommen und bringt danach die Schlüssel für die Sanitärräume und die Login-Daten für kostenloses W-lan. Dieser Hafen wird von zwei verschiedenen Eigentümern unterhalten : südliche der Einfahrt gehört der Hafen der Kommune, der Nordhafen, in dem wir liegen. wird privat betrieben, und jede Seite hat ihren eigenen Hafenmeister. Hier im Nordhafen liegen wir etwas geschützter, denn der kräfige Wind verursacht einlaufenden Schwell. Viele unterschiedliche deutsche ( ?! ) Dialekte sind zu hören, als wir einen Erkundungsrundgang machen, jedoch auch etliche Skandinavier sind hier. Wiek ist ein netter Ferienort mit zahlreichen Lokalen / Restaurants, kleinen Geschäften, Fahrradverleih im großen Stil und Pensionen / Hotels. Im Wieker Bodden ist heute "highlife" am Strand, denn der kräftige Wind lockt alle Kiter und Surfer auf das Wasser; bunte Segel sausen über die Wellen bzw. in der Luft. Wir schauen uns noch die Wieker St.Georgs-Kirche an, die um 1400-1450 erbaut worden ist und zu den wertvollsten Baudenkmälern der norddeutschen Backsteingotik auf Rügen gehört. Den restlichen Nachmittag entspannen wir an Bord bei brausendem Wind, doch schöner Sonne.

                                                                                        8,95 sm



19.07.

Der Himmel ist bedeckt, der Wind bläst mit 5-6 Bft, zusätzlich stürmische Böen = "...ein Tiefausläufer...". Hafentag! Es bietet sich an, die hiesige Waschmaschine und den Trockner in Anspruch zu nehmen. Außerdem haben wir Kontakt zur Telekom aufgenommen, um unser Problem mit der nicht zu bearbeitenden Homepage zu lösen. Nach mehrmaligem Hin und Her und längerer Zeit, die so etwas dauert, konnte der Fehler festgestellt werden: das neueste Update von Firefox Anfang des Monats bremst das Bearbeitungsprogramm aus!! Harald versuchte dann zwar, an die vorherige "Version 21" zu kommen, doch es war unmöglich, weil permanent dann nur die neueste zur Verfügung steht. Telekom hat uns dann einen speziellen Link für die ältere Version geschickt, die auch nach etlichen Anläufen und zusätzlichen Änderungen erfolgreich übernommen werden konnte. Bei der Suche im Internet erlebten wir das besondere "I-Tüpfelchen" : Weil heute fast alle Schiffe im Hafen blieben und deren Besatzungen deshalb auch gerne bei diesem Wetter ins Internet schauen, ist die Leitung öfters "überfüllt" und es gibt Aussetzer! Sehr "hilfreich", wenn man auf Problemsuche ist. Dass am Nachmittag die Sonne die Wolkendecke aufreißt, bekommen wir nebenbei aber doch mit. Harald war kurz mit dem Rad unterwegs, um eine Auskunft vor Ort einzuholen, und bei dieser Gelegenheit dabei etwas frische Luft zu schnappen nach der langen Sitzung unter Deck. Am späteren Abend ist dann unser Reisetagebuch ab dem 6.07.aktualisiert !!




20.07.
Wieder ein sonniger Tag, der Wind hat stark nachgelassen. Nach dem Frühstück macht sich Harald auf den Weg: "... it's a long way to...B i n z" mit dem Linienbus, der nur alle zwei Stunden fährt. Start um 9.52 h am Marktplatz in Wiek, Ankunft in Binz ( mit umsteigen ) um 12.10 h. Der Buss wird auf dieser Strecke rappelvoll. Weil mit  d i e s e m  Bus auch Fahrräder im Anhänger mitgenommen werden, sind speziell "solche" Touristen auch mit Rucksack und Handgepäck unterwegs. In Binz wird die telefonisch abgesprochene Autovermietung für das Wochenende fixiert = ein Opel Corsa. Mit dem Auto ist der Rückweg wesentlich schneller, auch wenn viel Verkehr ist; Rügen ist eben eine gut besuchte Urlauberinsel und bei diesem Wetter wollen alle draußen sein. Am frühen Nachmittag starten wir unseren Ausflug mit Ziel Kap Arkona. Zwei Kilometer vorher ist ein gebührenpflichtiger Großparkplatz, da die weitere Strecke für Autos gesperrt ist. Wir gehen zu Fuß bis zum Leuchtturm. Kap Arkona ist uns als Wetterstation im Seewetterbericht geläufig, jetzt sehen wir dies "in natura". Harald steigt natürlich die 164 Stufen hoch zur Aussichtsplattform, denn heute ist gute Sicht! Neben dem Leuchtturm ist eine Außenstelle des Standesamtes untergebracht - beliebter Hochzeitsort - in einem Gebäude, das der bekannte Architekt Schinkel entworfen hat. Vor dem Gebäude sind viele beschriftete Platten im Erdboden eingelassen, auf denen zu lesen ist, welche Paare wann geheiratet haben. Für den Rückweg nehmen wir den Arkona-Zugwagen und sind nach gut 10 Minuten wieder beim Auto. Danach fahren wir noch nach Sagard, weil sich hier ein Einkaufszentrum, speziell mit Aldi, befindet, wo wir unser bisheriges Leergut abgeben können = einen großen ( Abfall- ) Sack voll. Zurück dann wieder nach Wiek, über die "Schabe", ein schmaler Landrücken, der die Halbinsel Wittow und Jasmund verbindet. Der Straßenrand auf beiden Seiten ist dicht geparkt mit Autos, deren Insassen sich am Strand hinter den dichten Kiefernwäldern befinden. Wieder in Wiek, können wir das Auto problemlos auf dem Parkplatz im Hafenvorfeld parken. 






21.07.
Um ca. 11.00 h starten wir heute zum Inselausflug per Auto. Unser erstes Etappenziel ist der Nationalpark Jasmund mit der Kreideküste. In Hagen ist der Großparkplatz, weil die Zufahrt zum Königsstuhl für Autos gesperrt ist, und wo wir in den Pendelbus einsteigen. Im Besucherzentrum Königsstuhl sehen wir uns einen gut gemachten Film an, der auf vier Leinwänden das UNESCO-Weltnaturerbe - die fast unberührten Jahrtausende alten Buchenwälder hier - erklärt und darstellt. Sehr gut vermittelt und wunderschöne Bilder. In der Erlebnisausstellung kann man bei einer audiogeführten "Reise" verborgene Geheimnisse der Natur entdecken und viele Exponate zum Anfassen und Ausprobieren erkunden. Danach gehen wir zur Aussichtsplattform zum Kreidefelsen Königsstuhl, ca. 118 m hoch. Nachdem uns der Pendelbus wieder zurück zum Auto gebracht hat, fahren wir weiter nach Sassnitz, auf einer Straße, die durch diese wundervollen Buchenwälder führt. Der dichte Baumbestand und das grüne Blätterdach sind beeindruckend und erinnern an die Märchenwälder in unseren Sagen. In Sassnitz spazieren wir durch die Altstadt, die Anfang des 19.Jh Rügens bedeutendster Badeort war. Die weißen, prachtvollen Villengebäude, meist im damaligen Bäderstil, haben schöne Balkone mit geschnitzten Holzverkleidungen. Dann Weiterfahrt zum Stadthafen, in dem auch noch etliche Fischerboote liegen. Die Fähren nach Trelleborg / Schweden fahren jetzt jedoch vom neuen Fährhafen Mukran aus. Wir stärken uns mit einem obligatorischen Fischbrötchen, dann fahren wir weiter zur "Bäderstraße", um einen Eindruck der Ostsee-Bäder Binz, Sellin, Baabe und Göhren bei jeweiligem Zwischenstopp zu gewinnen. Überall wimmelt es hier von Urlaubern und die Strände sind bei dem schönen Sommerwetter voll. Die Orte sind doch sehr unterschiedlich, mann kann sie nicht "über einen Kamm scheren"; uns hat besonders gut Göhren gefallen, trotz  des reichlich steilen Abgangs zum Strand. Inzwischen ist es schon sehr später Nachmittag und wir fahren über die "Deutsche Alleenstraße" weiter nach Putbus. Die "weiße Stadt" verdankt ihr Stadtbild Fürst Malte I., der diese Residenzstadt errichten ließ. Wir halten am kreisrunden Platz "Circus", um den 15 Gebäude im klassizistischen Stil angeordnet sind. Der Schloßpark dazu ist nach dem Vorbild englischer Parks angelegt, in dessen Mitte ein "Obelisk" mit einer Krone auf der Spitze steht. Dann weiter nach Bergen, der Hauptstadt Rügens. Hier steht die älteste Kirche der Insel, die Marienkirche, deren Bau um 1180 als romanische Basilika begonnen und im 15.Jh im gotischen Stil fertiggestellt worden ist. "Besichtigung" war nur durch das Eingangstor möglich, weil innen Baumaßnahmen stattfinden. Von dem ehemaligen Kloster Rugar in Bergen hat die Insel ihren Namen. Weiterfahrt durch sehr ländliche Gegenden über Trent zur Wittower Fähre. Mit der Fähre um 20.10 h setzen wir zu "unserer" Halbinsel Wittow über und sind ca. 20.35 h wieder in Wiek. Hier nehmen wir beim Italiener am Hafen unser Abendessen ein, auf das wir allerdings sehr lange warten müssen ( wurde vorher gesagt ), weil eine Bedienung und ein Koch heute plötzlich krank geworden sind! Wir sitzen wie fast alle im Freien, haben einen wunderschönen Ausblick zum Sonnenuntergang und lassen uns das doch sehr gute Essen schmecken.






22.07.
Heute müssen wir das Auto wieder bis 12.00 h abgegeben haben. Harald startet kurz nach 10.00 h in Richtung Binz, damit alles geregelt ist und er mit dem Bus um 13.15 h zurückfahren kann. Es klappt alles wunschgemäß, um 15.10 h (!) ist er wieder an Bord. Derweil hat Heidrun die Morgenarbeiten erledigt, den Tagesbericht von gestern vorbereitet und dann im sonnigen Cockpit auf Harald gewartet. Danach Eistee trinken und entspannen. Unser für die Wärme angepasstes Wunschabendessen - Mozarella, Tomaten + Basilikum mit Baguette -  hätte beinahe nicht stattgefunden, da der Mozarella hier im Ort ausverkauft war! Doch Harald radelt gerne nach Altenkirchen, 4 km entfernt, und kommt mit Mozarella zurück. Der Wind ist umgesprungen und weht jetzt kühler aus östlicher Richtung - i n s  Cockpit - wir essen unter Deck.



23.07.
10.10 h Leinen los, sonnig, mit etlichen kleineren weißen Wolken, Wind OzS  2-4 Bft, böig. Im Hafen rollen wir schon zusätzlich das Großsegel aus, weil hier mehr Platz dafür ist als draußen in der Rinne, wo wir dann den Motor abstellen und nur unter Groß segeln. Der Wind frischt etwas auf, auch die Böen. Wir folgen der Rinne aus dem Wieker Bodden, weiter in den Rassower Strom und fädeln uns dann in das betonnte Nord-Süd-Fahrwasser ein, Richtung Süden, entlang der Ostküste von Hiddensee, wo wir dann auch die Genoa ausrollen. Es sind wieder sehr viele Sportschiffer unterwegs, von kleinen Angelbooten, großen Motorbooten und Yachten, bis hin zu Traditionsschiffen mit Gaffelsegeln; und nicht zu übersehen: die Fahrgastschiffe, die geschäftig ihre Runden drehen. Am Geller Haken an der Südspitze von Hiddensee, führt die Rinne  s e h r  dicht an der großen Flachstelle vorbei; eigentlich könnte man hier aussteigen und zu Fuß an Land waten. Kurz vor der Einfahrt  zum Strelasund ( u.a. nach Stralsund ) erreichen wir dann die Tonne, bei der wir nach Westen abbiegen können, in die Rinne, die zum Hafen Barhöft führt. Kurz vor der Hafeneinfahrt rollen wir die Segel ein und motoren das restliche Stück; fest um 15.10 h in Barhöft, Heckboje. Ein kleiner, mit schöner Natur umgebener Hafen, der sich jetzt stetig füllt. Wir sind  im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Der Hafen beschreibt sich als Drehscheibe zwischen Ostsee, Boddengewässer und Land. Es gibt sogar einen kleinen Strand neben dem Hafen; heute ein "el dorado" besonders für die Kinder. Wir können jetzt auch die Sonnentops anziehen; auf dem Wasser war es am Wind etwas zu frisch dafür.
                                                                                                               22 sm    



24.07.
Wir bleiben noch in Barhöft: viele verschwitzte Shirts & Co müssen dringend gewaschen werden und den heutigen Sonnentag nutzen wir für deren schnelle Trocknung. Für die Küsten sind Tagestemperaturen um 25°C, für das Binnenland 30°C angesagt. Aber: Gewitter ist im Anmarsch, evtl. in der kommenden Nacht oder Morgen; wir werden also die weitere Wetterentwicklung abwarten und diesen schönen Tag ( noch ? ) genießen; uns treibt ja keiner...  Zum Abend hin wird der Wind frischer, die Sonne etwas "milchiger" und dünne Schleierwolken ziehen auf. Wir essen im "Seeblick" am Hafen, teilen uns die letzten freien Plätze im Freien mit einem anderen Gast am Tisch, mit dem wir uns dann auch noch sehr nett unterhalten. Der Hafen ist wieder sehr voll geworden; an der Kaimauer liegt u.a. ein "Offshore-Service"-Schiff, denn Vorbereitungen sind in Gange zum Bau eines Offshore-Windparks in dieser Region. Außerdem vier große Katamarane, da in Warnemünde ein Katamaran-Treffen stattfindet, zu dem der norwegische Skipper Morgen starten wird, mit dem wir einen kleinen Plausch auf dem Steg hielten.



25.07.
Um 7.00 h fallen die ersten Tropfen aufs Deck und prasseln dann, bis auf eine sehr kurze Pause - Zeit genug zum Brötchen holen - bis 10.30 h. Harald nutzt die Nässe auf dem Schiff, um den gröbsten Schmutz wegzuwischen. Der Natur hat die Dusche auch gut getan: ein intensiver "Grün-Duft" liegt in der Luft. Mittags regnet es noch'mal, dazu einige kräftige Böen, doch nur kurz. Im Radio hören wir später, dass es in Rostock einzelne Blitze und leichtes Grollen gegeben hat. Der Himmel bleibt bedeckt, erst zum Abend hellt es sich auf und wir bekommen doch noch die Sonne zu sehen. Wir holen uns beim Fischer im Hafen zwei schöne Schollen, die er küchenfertig vorbereitet, und können wieder im Cockpit essen, denn es ist warm  geblieben. Zur Erinnerung an "früher" ist hier ein Grenzstein aus DDR-Zeit stehen geblieben, denn diese Region war damals Sperrgebiet; wenn dann doch "Fremde" von See kamen, haben sie gleich gesehen, wo sie gelandet sind: s. Foto


26.07.
Still ruht die See = spiegelglatt, und es soll heute schwachwindig bleiben. Wir haben keine Lust, den ganzen Tag zu motoren und bleiben hier. Die Sonne wird im Laufe des Vormittags vorübergehend milchiger, weil sich eine dünne Wolkendecke bildet. Harald erledigt derweil noch offene Punkte der "to-do-Liste", bevor es wieder wärmer wird: an den Küsten um 25°C, im Binnenland wieder 30°C. Als der Himmel wieder klar ist, sitzen wir im Cockpit, weil hier etwas "Wind" küselt; unter Deck sind alle Fenster und Luken geöffnet. Wir verhalten uns heute so, wie die Einheimischen in den Tropen: Nicht / kaum bewegen - auch wenn es schattige Spazierwege gibt, doch dort sind Mücken = Heidruns Feinde !! Zum Abend hin bezieht sich der Himmel wieder, diesmal mit dickeren Wolken; evtl. kommt doch noch Gewitter in diese Gegend. Der Seewetterbericht gibt Böenwarnung mit 8 Bft aus SW an und Gewitterschauern...  


27.07.
Das Gewitter hat uns nicht aufgesucht. Spät abends konnten wir ganz weit entfernt einen Blitz vom Cockpit aus sehen- das war's. Heidrun kocht noch Kaffee, der in der Thermoskanne warm gehalten wird, Harald holt derweil Brötchen; dann: Leinen los um 8.50 h, sonnig, Wind OSO 2-3 Bft, für unser Gebiet besteht tagsüber keine Gewitterwarnung. Vor dem Hafen rollen wir schon das Großsegel aus und motoren in der Rinne zwischen Bock und Hiddensee nach Norden bis zu der Tonne, an der wir nach Westen abbiegen können: Kurs Hesnæs auf Falster / DK. Wir segeln nun mit 3-4 Knoten und frühstücken jetzt in Ruhe. Nach ca. 1 Stunde schläft der Wind ein und wir motoren in den nächsten zwei Stunden; die Sicht ist diesig. Um 12.50 h passieren wir die nördlichste "Mühle" des ( für uns neuen ) Offshore-Windparks nördlich von Zingst. Unter Segeln erreichen wir um 13.30 h den Tiefwasser-Schifffahrtsweg mit Augenmerk auf die Frachter und Fähren; der Wind legt etwas zu und hilft beim schnelleren Vorwärtskommen. Unseren Wegepunkt - die Osttonne - zur Ansteuerung des Hafens erreichen wir um 16.30 h. Hier rollen wir das Großsegel ein und segeln nur mit der Genoa bei inzwischen stärkerem Wellengang auf den Hafen zu. Kurz vorher Genoa einrollen, Motor an und Schwenk in den Hafen. Fest um 16.55 h, Boxenplatz. Damit hatten wir nicht gerechnet, sondern uns innerlich schon auf Päckchenliegen eingestellt, umso besser! Die restlichen freien Plätz werden jedoch danach schnell belegt; Glück gehabt! Hesnæs ist ein kleiner Hafen, mit schöner Natur und Strand rundum, sonst: nichts! Der nächste Kaufmann ist 5 km entfernt; doch wir sind ja noch gut ausgerüstet. Die Besonderheit des Dorfes sind die Wohnhäuser, die nicht nur mit Reet gedeckt sind, sondern auch deren Hauswände von außen mit Reet gegen den kalten Ostwind isoliert sind; sehr hübsch! Der Wind legt weiter zu, der Himmel wird schiebt graue bis schwarz-graue Wolken zusammen = Gewitterstimmung. Der Seewetterbericht gibt Gewitterwarnungen mit Unwettercharakter aus und Böenwarnung 9 Bft. Um 21.30 h grollt es kurz, dann heftiger, kurzer Regen dazu Schauerböen - mehr nicht; gut so! Nachts weitere Regenfälle ohne Gewitter.
                                                                                                    42,6 sm 



28.07.
Morgens bedeckt und einige Regenschauer. Später lockert sich die Bewölkung auf und es ist wieder sonnig; dazu pfeift es jedoch sehr heftig im Rigg! Für heute ist der heißeste Tag des Jahres angesagt: z.B. in MeckPom und Brandenburg 34/35°C !! Im dänischen Rundfunk werden für den Nachmittag wieder Gewitter angekündigt mit Sturmböen. Wir bleiben hier. Und von wegen: hier ist nichts los = Jetzt im Juli ist am Hafen in einer Halle "Sommermarkt", wo Produkte des hiesigen Kunsthandwerks anzusehen und natürlich auch zu kaufen sind. z.B.: Gemälde, kunstvolle Fotografien von örtlichen Objekten, Näh- und Handarbeiten verschiedenster Stilrichtungen ( auch schon für Weihnachten ), kunstvolle Glasarbeiten, schöne Keramik, auch sehr originelle Arbeiten dabei, und phantasievolle Gegenstände aus Strandgut. Am Nachmittag läßt der Wind etwas nach und hat auf SW gedreht = der richtige Zeitpunkt für Harald, baden zu gehen:"...herrlich!..." ( 23°C!, nachträglich gemessen). Um 19.30 h  läuft noch ein holländischer Großsegler ein, der ganz in Ruhe im Hafen sein Wendemanöver fährt um dann längsseits an der Außenmole festzumachen. Inzwischen hat sich der Himmel wieder dunkel zusammengebraut; daraus fällt dann jedoch nur Regen.



29.07.
Leinen los um 10.20 h, heiter, Wind schwach umlaufend, z.Z. O um 2 Bft. Wir motoren die ca. 2 sm bis zur roten Ansteuerungstonne in die Rinne zum Grönsund ( zwischen Falster und Møn ). Der Wind dreht auf NO, wird minimal stärker; wir rollen die Segel aus, stellen den Motor ab, und können nun ganz gemütlich zwischen den roten und grünen Pricken dem Fahrwasser folgen. Der Himmel bedeckt sich allmählich, die Sicht zum offenen Wasser hinter uns wird diesig. Auf Höhe des Harbølle Pynt wird der Wind weniger, flaut dann ab, wir haben Strom gegenan = Motor an, Genoa einrollen und Kurs auf Stubbekøbing / Falster. Fest im Handelshafen um 12.50 h, Boxenplatz, der gerade frei gemacht worden ist. Die Liegegebühr wird hier am Automaten bezahlt, auf der Quittung steht dann auch schon das Login für kostenloses W-lan. Der Himmel ist jetzt sehr grau und es fängt an zu regnen. Am Nachmittag setzt sich dann die Sonne wieder durch und sorgt für größere Wolkenlücken; allerdings später dann wieder ein "komischer" Himmel, der sich alle Möglichkeiten offen hält.
                                                                                                                   9,5 sm 



30.07.
Ein ungemütlicher Morgen: Regnerisch, Windgebrause in der Luft mit sehr kräftigen Böen dazwischen, und es ist kühler geworden. Nach dem Wettstreit der Wolken, wer den höchsten "Turm" baut, beendet ist, wird es trocken und heiter. Wir gehen eine Runde spazieren, auch in die "City", dicht am Hafen, weil wir noch einige frische Lebensmittel einkaufen wollen. Die Haupteinkaufsstraße hat sich jedoch enttäuschend verändert: Viele Geschäfte wurden aufgegeben, stehen leer, auch Wohnhäuser sind zu kaufen und es ist nicht viel Leben in den Straßen - das war früher anders. Ob die jüngere Bevölkerung eher das gegenüberliegende Seeland bevorzugt, weil es dort bessere Arbeitsbedingungen gibt? Denn die dänische Wirtschaft floriert doch und sucht Arbeitskräfte. Neben dem Handelshafen, in dem wir liegen, befindet sich der eigentliche Yachthafen. Die Gastboote werden momentan jedoch in diesen Hafen umgeleitet, weil dort noch Baumaßnahmen stattfinden: Die Spuntwände und Stege werden erneuert; hoffentlich werden auch noch  b r e i t e r e , den heutigen Schiffsgrößen angepaßte, Boxenplätze eingerichte, denn bisher sind die Plätze dort noch für die meisten zu eng. Auf dem Rückweg vom Einkauf gönnen wir uns - endlich!! - den ersten "ristet Hot dog" ("..mit alles..") der Saison = mmmhh ! Hier am Hafenkiosk brummt der Laden; fast niemand kommt hier vorbei, ohne ein Getränk, Eis, Burger, Hot dogs, o.a. zu sich zu nehmen, dazu ein interessanter Ausguck auf den Hafen, die Yachties und die Fähre, die ständig zwischen der kleinen naturschönen Insel Bogø (mit Brückenverbindung zur Insel Møn ) und Stubbekøbing pendelt. Am späten Nachmittag frischt der Wind weiter auf und vor dem Hafen sind weiße Schaumkämme zu sehen - es wurden im Seewetterbericht ja immer noch Gewitterböen angesagt; östlich von uns - in Schweden und Polen - sind noch Tiefs und eine Kaltfront =  Abendessen unter Deck, damit uns der Starkwind nicht die Grillwurst vom Teller rollt.


31.07.
Regen prasselt aufs Deck, im Verlauf des Vormittages bläst der stark böige Wind die Wolken auseinander. Kein Wetter mehr für kurze Hosen; das Thermometer steigt zwar auf bis zu 20/21°C, wenn die Sonne scheint, doch der Wind bringt den "Chillfaktor". Am frühen Nachmittag zieht am Horizont die nächste hässliche Front hoch = Schauerböen fegen über uns hinweg, nicht nur kurz, sondern ca. 20 Minuten lang fetzt es mit ca. 9 Bft über den Hafen, schäumt das Wasser auf, bringt die Schiffe heftig in Bewegung, bevor dann endlich der heftige Regen herunterfällt und die Sturmböen nachlassen. Puh !! Sonniges  Intermezzo, dann wieder die nächste Schauerfront, diesmal nicht ganz sooo stark, doch heftig  genug; dann wieder die "normalen",starken Böen....  Der diesjährige schöne Sommermonat Juli verabschiedet sich nun mit Gebrause und großem, spektakulärem Abgang - das wäre nicht nötig gewesen! Eine Sommerbriese und ein milder Abend: das wäre ein schöner Ausklang...


 1.08.
Der Wind hat sich sehr beruhigt, die dichte Wolkendecke hängt ziemlich tief und es regnet immer mal wieder leicht daraus. Heute ist großer Aufbruch, der Hafen wird fast leer; wir machen mit: Leinen los um 10.50 h, Wind WNW 1-2 Bft. Wir motoren aus dem Hafen, müssen kurz die Fahrt reduzieren, weil die Bogø-Fähre auch gerade aus dem Hafen fährt. Der Motor bleibt weiterhin an, denn der Wind flaut ab; kurz vor der Straßenbrücke, die hier Falster mit Seeland verbindet, ist das Wasser glatt; wir unterqueren diese Brücke und hören den Autolärm über uns. Bald danach biegen wir auf das Flachwassergebiet ab, steuern den "Zugang" in die rot-grün bezeichnete Rinne an, die uns zur Südküste Seelands, nach Vordingborg, führt. Fest im Nordhafen Vordingborg um 12.40 h, Boxenplatz. Dieser Naturhafen ist in einer von drei Seiten geschützten Bucht angelegt, direkt an der Stadt. Kultur am Hafen - wenige Schritte entfernt: Die Schloßruinen ( hier wurde 1353 Königin Margarethe I. geboren ) und der "Gänseturm", einer der am besten bewahrten Mittelaltertürme in Skandinavien. Weil das Wetter noch "nieselig" ist, sparen wir uns heute den Gang in die City. Erst gegen 17.00 h bleibt es trocken und um ca. 18.00 h gibt es sogar größer werdende blaue Flecken am Himmel und die Sonne meldet sich zurück. Das  animiert uns, zu "John's Fisk" zu gehen und mit Blick auf den Hafen im Freien eine Fischplatte zu essen: Fisch in diversen Variationen = warm + kalt (= z.B. geräuchert, mariniert ), dazu ein frisches "Tuborg" vom Faß; na bitte, geht doch!
                                                                                              8,5 sm 



2.08.
Für heute wurde Wind SO 2-3 Bft angesagt, später zunehmend 5 Bft; da wir nach Omø wollen, ist die Richtung günstig. Wir starten um 8.30 h, ein zauberhafter sonniger Morgen, Wind OSO 1-2 Bft. Durch die Rinne motoren wir wieder in den Tiefwasserbereich und unterqueren die kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke, die ebenfalls Falster und Seeland verbindet; diese ist die Fortsetzung der Vogelfluglinie. Danach motoren wir weiter im Småland-Gewässer, zwischen Seeland, Falster und Lolland, bis zum Großen Belt; außerdem sind hier auch etliche kleine Inseln, die oft von ziemlich flachem Gewässer umgeben sind. Der Wind bleibt flau und wir motoren im warmen Sonnenschein. Heiße Luft aus Frankreich kommt in den Norden; für das Binnenland sind 30°C vorhergesagt, an der Küste natürlich etwas kühler, doch mit 25/26°C sind wir auch sehr zufrieden. Das Wasser sieht hier gut aus, nicht mehr so "krümelig" ( Algen ), sondern klar. Kurz vor Omö frischt der Wind etwas auf, doch da es nur noch ca. 4 sm bis zum Hafen sind, motoren wir auch noch den Rest, denn aus allen Richtungen bündeln sich die Boote in dieselbe Richtung: Omø. Wir sind auf der Einlaufstrecke, ganz kurz vor der Hafeneinfahrt ( der Wind bläst jetzt heftiger ), als die Fähre plötzlich ablegt und uns und das nachfolgende Schiff antutet. Wir müssen beide einen plötzlichen Kreisel drehen, um der Fähre Platz zu machen = ein sehr sturer Kapitän dort auf der Brücke; er hätte nur zwei Minuten warten müssen, denn er hat uns ja kommen sehen und sein Fahrplan hätte das "verkraftet". Danach laufen wir in den Hafen ein und finden auch noch einen passenden Boxenplatz; fest um 14.10 h - es sind jetzt noch etliche Plätze frei. Der Wind legt weiter zu und es braust nun wieder in der Luft. Bei "Fru Hansens Fiskebutik" am Hafen kaufen wir Fisch und können heute im Cockpit essen. Derweil sind an Land die Tisch-Bänke-Kombinationen, die vor den Stegen stehen, alle besetzt: heute wird gegrillt ! Es herrscht überall gelockerte Stimmung, alle genießen diesen schönen Sommerabend.
                                                                                                33 sm



 3.08.
Wir bleiben noch auf dieser "naturschönen Insel". Eigentlich wollten wir am Strand nebenan  baden, bevor später am Tag "Störungen" ( Gewittermöglichkeit, Regen ) eintreffen. Doch die Front kommt eher: gegen Mittag ziehen graue Wolken von Westen auf, es ist ziemlich schwül, 26°C. Harald disponiert um und geht direkt vom Schiff ins Wasser ( 22°C), um den Wasserpass unseres Schiffes sauber zu schrubben = das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Er ist gerade fertig, als der Regen beginnt. Noch schnell mit Süßwasser auf dem Steg duschen, dann: unter Deck, denn der Regen bleibt bis zum frühen Nachmittag bei uns. Wie sagt man dann?: die Natur freut sich! Danach dann Landgang, wieder im Sonnenschein, u.a. in das Dorf, ca. 1 km ins Inselinnere. Bevor uns die nächste Front mit Regen erreichen kann, sind wir wieder an Bord; es ist sowieso Zeit, das Abendessen zuzubereiten.  



4.08.
Die Sonne scheint wieder, Wind SW 1-2 Bft, wir starten um 10.52 h. Da für heute nicht viel Wind angesagt ist, wollen wir nur eine kurze Strecke weiter: nach Korsör / Seeland, das wir sehr lange nicht mehr angelaufen haben. Außerhalb des Hafens von Omø ( die Fähre ist unterwegs! ) setzten wir die Segel und ziehen mit 2-3 Knoten  in nördliche Richtung; als später der Wind etwas zulegt, sogar mit gut 3 - 3,5 Knoten, allerdings etwas Strom gegenan. Die Brücke über den Großen Belt, die Fünen mit Seeland verbindet, beherrscht die "Skyline". Um 14.00 h umrunden wir den für uns wichtigen West-Prikken, der uns zur Einlaufrinne nach Korsør führt, wir rollen die Segel ein und motoren in den großen Hafen. Ein Super-Service bei der Platzsuche: freie Plätze werden mit grünen Schildern gekennzeichnet, auf denen die Boxenbreite angegeben ist!! Das erspart eventuelle Falscheinschätzungen und wir können ungehemmt eine ausgeguckte  Box anlaufen; fest um 14.16 h. Korsør war früher ein großer Fährhafen, bevor die Brücke gebaut worden ist; ein permanentes Hin und Her zwischen den beiden Inseln und als Segler mussten wir extrem aufmerksam sein, um eine Lücke zwischen den Fähren für unsere Passage zu finden. Heute ist alles entspannter, nur noch die Berufsschifffahrt auf dem Weg Großer Belt - Kattegatt ist zu beachten. Inzwischen ist direkt am Hafen ein Restaurant, das mit seiner guten Aussicht auf die Brücke und das Wasser wirbt. Im Yachthafen ist viel los: Heute ist Sonntag: nicht nur Rückkehr der Wochenendskipper sondern für die meisten auch Ferienende = viel Gepäck wird über die Stege zum Land / Auto befördert. Der Abendhimmel ist locker bewölkt und der Wind frisch.
                                                                                                           10,8 sm



 5.08.
Leinen los um 8.00 h, schwachwindig aus östlicher Richtung, 1-2 Bft, heiter, jedoch "milchig". Wir motoren Richtung Süd, auf die Insel Langeland zu. Auf der westlichen Seite von Langeland zweigt - wie ein Finger - ein lang gestrecktes Riff nach Norden ab, wo es nur  zwei gekennzeichnete Durchlässe  gibt, wenn man von hier zur Ostseite Fünens gelangen möchte; es sei denn, man kommt von Norden, z.B. von Nyborg, und nimmt das Fahrwasser westlich des Riffs und Fünen. Wir peilen die nördliche Durchfahrt Kobberdyb an und passieren diese um 10.00 h. Von hier dann direkten Kurs auf Lundeborg / Fünen; fest um 11.00 h, Boxenplatz. Dieser Hafen ist meistens überfüllt, und da wir Morgen noch hierbleiben wollen, ist zeitiges Einlaufen vorteilhaft, wenn man nicht im Päckchen liegen möchte. Wir genießen dann diesen schönen Sommertag im Cockpit, denn das Wetter soll sich ändern: heftige Gewitter sind im Anmarsch und kühler soll es auch werden. Am Spätnachmittag frischt der Wind stark auf, es pfeift und klappert in den Schiffsmasten.
                                                                                                     17 sm



6.08.
Bis zum Morgen heftige Regenschauer; danach bleibt der Himmel bedeckt, dazu sehr kräftige Böen den ganzen Tag über. Erst zum Spätnachmittag werden die Wolken auseinander geblasen und wir sehen wieder die Sonne. Im Packhaus am alten Hafen ist u.a. eine kleine ständige Ausstellung hiesiger Künstler ( Gemälde, Keramik, Schmuckstücke u.a. ), und im Obergeschoß Sammlungen zur Geschichte Lundeborgs (Fischerort ). Strategisch günstig plaziert ist der Obst- und Gemüsestand, auch am alten Hafen (gleich anschließend an unseren ): die dänischen Salatgurken z.B. gibt es hier für 5,- dkr pro Stück (= ca. 0,70 Euro ; im Supermarkt haben wir neulich 6,- dkr bezahlt ) und nach ausgiebigem Suchen in diesem Größenmix finden wir auch zwei "normal große" Exemplare; außerdem gönnen wir uns noch Erdbeeren, obwohl diese aus Holland kommen (schmeckten gut). Etliche der Gastlieger nehmen sich von diesem Stand etwas mit. Die Liegegebühr wird hier noch "persönlich"  kassiert von der Hafenmeisterin Dorthe; ist doch wesentlich netter als sein Geld einem Automaten geben zu müssen.




 7.08.
Leinen los um 7.30 h, heiter, Wind S, 1 Bft. Wir motoren Richtung Süd und erreichen die rot-weiße Ansteuerungstonne für die Rudkøbing-Rinne um 9.04 h. Der Windhauch hat auf  West gedreht, in der Rinne ist wenig Strom. Die Brücke bei Rudkøbing ( Verbindung  von Langeland -Tåsinge -Fünen ) unterqueren wir um 9.25 h. Aus dem Hafen strömen jetzt die Segler zur heutigen Tagesetappe und reihen sich in die Rinne ein. Nun ist die ruhige Morgenstimmung beendet und fast in Flottille ziehen wir im weiter betonnten Fahrwasser Richtung Ærø, wo sich dann zwei "Abbiegemöglichkeiten" ergeben und sich die Wege trennen. Dieses ganze Gebiet zwischen den Inseln ist sehr flach mit vielen Untiefen, versandet auch leicht, deshalb sind diese Rinnen genau einzuhalten. Wir laufen in Marstal / Ærø ein; fest um 11.17 h, Boxenplatz. Immer wieder schön hier! Der Hafen wirkt wie ein Naturhafen, da die lange Hafenmole übergeht in natürliche Begrenzungen und somit eine "Bucht" bildet, deren flaches Wasser an einem Strand endet, der auch zur offenen Ostseeseite reicht. Auf diesem Strandstreifen stehen einige malerische Badehäuschen. Am Nachmittag braut sich der Himmel dunkel zusammen: kommt jetzt das angekündigte Gewitter? Nein, vorerst fallen nur einige Regentropfen, danach wieder etwas Sonne, doch die Wolkendecke wabert noch weiterhin untentschlossen über uns. Auf der Landseite, vor den Stegen, sind drei große, auch überdachte, Grillplätze, die immer wieder gerne benutzt werden; neu dazugekommen: in demselben Stil eine "WC-Hütte", damit das beim Grillen getrunkene Bier u.a. schnell entsorgt werden kann.
                                                                                                      22 sm



 8.08.
Bis in denVormittag regnet es immer 'mal wieder, die Wolkendecke hängt tief. Harald erledigt kleinere Arbeiten, u.a.: die Reinigung des Kühlschrank-Wasser-Siebes nach außen. Wir haben schon seit einigen Tagen bemerkt, dass die Wasserpumpe unseres Kühlschranks unterschwellig zu hören ist, also = nachsehen; das bedeutet, Teile aus der Backskiste ausräumen, um an das Sieb zu kommen. Das Sieb war vollgestopft mit Gras, ein Wunder, dass der Kühlschrank noch gearbeitet hat! Es schwimmt viel Gras, das sich vom Meeresboden löst ( speziell hier in den flacheren Gewässern ), im Wasser, mitunter als große Grasinseln, die sich auch in den Häfen "herumtreiben". Wenn dann der Kühlschrank angestellt wird und zur Kühlung Wasser ansaugt, verstopft allmählich das Sieb. Nach der Säuberung ist wieder alles bestens, das leise Geräusch ist weg. Inzwischen brausen einige stärkere Böen durch die feuchte Luft. Der Hafen ist auch nach dem Aufbruch der morgenlichen "Ableger" noch gut besucht, und schon früh kommen die ersten neuen Gastboote auf die Liegeplätze; heute ist es ziemlich ungemütlich zum Segeln. Mit Beginn der Regenpause starten wir unseren Landgang "in die City", durch diesen netten Ort Marstal mit seinen "Puppenhäusern". Alle gepflegt und schön mit Blumen vor / an den Häusern bepflanzt. Im Supermarkt "Brugsen" kaufen wir einige frische Lebensmittel ein und probieren natürlich auch alle Kostproben, die bei den entsprechenden Obstsorten stehen. In der Gågade ( Fußgängerzone ) ist auch viel Betrieb, denn heute ist ja kein Badewetter, somit ist shopping angesagt. Die Liegegebühr wird auch hier noch persönlich am Schiff kassiert und die am Schiff anzubringenden  "Quittungen" sind viel individueller als diejenigen aus den Automaten.



 9.08.
Leinen los um 10.20 h, Wind NW 2-3 Bft, heiter. Im Hafen rollen wir schon das Großsegel aus und außerhalb des Hafens zusätzlich das Vorsegel, Motor aus. Mit achterlichem Wind segeln wir aus der Rinne in südlicher Richtung, nach Kiel. Der Wind legt etwas zu: W 3-4 Bft, zeitweise 4-5 Bft, und wir rauschen flott durchs Wasser. Um die Mittagszeit wieder weniger Wind, dafür blauer Himmel, dann Flaute = Motor an. Heute ist die Sicht auf See sagenhaft gut: Auf der Hälfte der Strecke sehen wir hinter uns noch Ærø, die Südspitze von Langeland, doch auch schon die Küste von Schleswig-Holstein im Süden und Westen; faszinierend und sehr selten! Bis ca. 5 sm vor dem Kieler Leuchtturm immer mal wieder: segeln, motoren, segeln. Danach wird der Wind  wieder stärker, über der Kieler Förde sind einige dicke Wolken, die uns dann Schauerböen mit 5-6 Bft bescheren; zeitweise laufen wir 7 Knoten. In der Schilkseer Bucht ist dann wieder Schluß damit, wenig Wind und das dann auch noch aus SW = wir motoren den Rest, bedanken uns beim "Weißen Mann" ( Leucht- Turm Friedrichsort ) für eine glückliche Heimkehr, und laufen in unseren Hafen Stickenhörn ein; fest um 17.02 h. Am Abend sind die Wolken weggezogen und der Tag klingt freundlich und windstill aus.
                                                                                           33,5 sm


10. + 11.08.
Der Samstag sieht dann schon wieder anders aus: dicke Wolken, diverse Regenschauer, ein kurzes Gewitter und kühle Temperaturen; natürlich alles unterlegt mit reichlich Wind. Nachmittags Familie besuchen, danach noch reichlich Leergut bei Aldi abliefern. Am Sonntag weiterhin ungemütliches Wetter mit Starkwind - was auch für die kommenden Tage vorhergesagt wird -, deshalb heute die Urlaubskleidung u.a. ausräumen, Schiff aufklaren und Deck abspritzen; am Nachmittag sind wir fertig und fahren nach Hause. Mal sehen, ob unser Basilikum in der heimischen Umgebung "meckert", denn die Seeluft hat ihm gefallen....


12. 9.
Wir waren zwischendurch wieder ein paarmal an Bord, doch nutzen wir momentan unser Schiff eher als "Hausboot" in Kiel, weil familiäre Angelegenheiten uns keine Zeit fürs Segeln lassen. Das Wetter war dabei freundlich, sogar auch noch 'mal sommerlich warm, trotz Starkwind mit stürmischen Böen. Diese Saison ist gespickt mit ungewöhnlichen Abläufen für uns, doch: "...wie das Leben so spielt"... Die Aufenthalte an Bord geben trotzdem Momente "zum Durchatmen".


22. + 23. 10.
Goldener Oktober: wir nutzen das schöne Wetter und wollen den Mast unserer "Viking" legen. Gegen Mittag sind wir in Kiel, machen das Schiff startklar und motoren bei bestem Wetter die kurze Strecke von Stickenhörn zum Yachthafen am Ostufer der Förde des WSCE, Kiel- Ellerbek. Da schon viele Boote an Land stehen, ist reichlich Platz vorhanden und wir finden einen guten Boxenplatz für die Zeit bis zum Aufslippen am 2.11. Danach macht sich Harald auf den Weg, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Friedrichsort zu fahren, um unser Auto zu holen = das dauert dann auch ca. zwei Stunden! Zurück an Bord, werden erste Vorbereitungen getätigt: Segel abschlagen, einpacken, Baum und Spinnakerbaum abmontieren, auf Deck festzurren, die Sprayhood gegen die alte Sprayhood für den Winter austauschen, usw. Bei milden Temperaturen macht dies besonders Freude! Am nächsten Tag ist der Mastenkran schon früh beansprucht, denn etliche Bootseigner nutzen das günstige Wetter zum Mastlegen im Hinblick aus das kommende Wochenende, an dem auch unser Segelverein SCB die Boote aus dem Wasser nehmen wird. Für uns gut, denn so haben wir Hilfe, um den schweren Mast gut und sicher abnehmen und im Mastenlager verstauen zu können. Heidrun hat ihr Fitnessprogramm an der Krankurbel absolviert, denn die  schwere Kurbelei fordert alle Kräfte... Danach laden wir unser Auto wieder mit ausgeräumten Schiffsutensilien voll und fahren nach Haus.

1. + 2.11.
Mittags sind wir wieder an Bord und übernachten hier ein letztesmal in dieser Saison, denn Morgen geht es an Land. Das Wetter ist kühler geworden, bedeckter Himmel. Heute Nachmittag ist bereits Aufslippen für die nicht ganz so schweren Boote des Ellerbeker Vereins bis zum Dunkelwerden. In der Nacht erreicht uns das angekündigte Regengebiet und die Tropfen trommeln aufs Deck. Eigentlich möchte man sich am sehr frühen Morgen lieber noch'mal in der gemütlichen Koje umdrehen und weiterschlafen, doch es nützt nichts: Gegen 8.00 h - mit Tageslichtanbruch - nimmt der Kran seine Tätigkeit auf. Wir sind an 7.Stelle, und da wieder alles gut abläuft, steht unsere "Viking" bereits um 9.00 h im Lagerbock an Land! Sehr gut, denn jetzt darf Heidrun wieder aus dem Regen und unter Deck im Trockenen und bei laufender Heizung arbeiten, während Harald weiter beim Aufslippen der anderen Schiffe mit anpackt = Teamarbeit. Am Nachmittag sind alle Schiffe problemlos aus dem Wasser gehievt worden und der Regen hat eine Pause eingelegt. Unter Deck stapeln sich vollgepackte Kisten, Taschen, Säcke - all das muss jetzt "nur noch" im Auto verstaut werden, dann können wir nach Hause fahren und die müden Glieder ausruhen. In den kommenden Tagen dann noch eine Fuhre mit den Sitzpolstern, Motor und Wasserleitungen winterfest machen, Gerüst aufbauen, um das Schiff mit der Plane abdecken zu können - .."the same procedure as every year"...