Home
 2005
2006
2007
2008
 2009
 2010
2011
 2012
2013
2014
2015
2016
2017
Gästebuch
Schiff und Crew
Schiffsbilder
 


1. - 3.4.
Trotz unserer etwas späteren Rückkehr (Anfang März ) von einer Kreuzfahrt "rund Kap Horn" (Santiago de Chile bis Buenos Aires ), sind wir rechtzeitig mit den Bootsarbeiten  zum heutigen Ende des Winterlagers unserer "Viking" fertig geworden. Kalt-nasses Wetter vorher animierte nicht unbedingt für die anstehenden Arbeiten, doch: "wat mut, dat mut..." Und wir alle werden heute mit bestem Wetter belohnt: plötzlich ist Frühling => Sonne, blauer Himmel, leichter (!) Wind, Temperatur im Schatten 9°C, in der Sonne Aufwärumung bis ca. 13°C !! Aus organisatorischen Gründen beginnt das Kranen auf unserem Platz heute erst um die Mittagszeit, läuft jedoch planmäßig und problemlos; um 16.30 h " touch down" für unser Boot -" SY Viking" im Wasser ! Am nächsten Tag werden die restlichen Boote des WSCEllerbek von ihren Lagerböcken ins Wasser befördert, währenddessen ist das Mastsetzen der bereits abgeslippten Boote untersagt. Am Nachmittag kann jedoch unser Mast aus dem Mastenlager transportiert werden ( 6 starke Männer!) und auf die bereit gestellten Böcke gelegt werden, so dass Harald mit den Vorbereitungen anfangen  kann, um den Mast am darauffolgenden Tag stellen zu können. Derweil ist Heidrun unter Deck mit Aufklaren und Einräumen beschäftigt; die Heizung sorgt abends für angenehme Temperaturen unter Deck und unser Bett sorgt für die Erholung des Körpers nach den nicht alltäglichen Arbeitsabläufen an der frischen Luft. Am Sonntagnachmittag ist der Mast komplett vorbereitet und wir bekommen das Angebot vom SCB-Kollegen Franz, der ebenfalls mit dem WSCE abgeslippt hat, mit seinem privaten mobilen Kran auch unseren Mast auf das Schiff stellen zu können, wenn er auch soweit ist, was wir sehr gerne annehmen. Ein "novum" für uns: Der Kran nimmt den Mast von den Böcken, richtet ihn senkrecht aus und schwenkt über unser Schiff: wirklich ganz senkrecht gleitet nun der Mast in die Mastöffnung im Deck und setzt ihn zügig passgenau an seine Stelle, ca.16.35 h. Eine sehr "man-power-sparende" Aktion, denn der lange und sehr schwere Mast ist schon ein ziemliches "Monstrum"! Jetzt noch die Wanten und Stage befestigen, endgültiges Festdrehen später in der Liegebox, weil Harald nun der anderen Mannschaft hilft ( eine "Bavaria 46" mit ebenfalls entsprechend großem Mast ). Inzwischen hat sich der Himmel bedeckt und der Wind hat etwas zugelegt. Weil es schon früher Abend geworden ist, machen wir für heute Schluß.


  4. +  5.4.
Nachts hat es geregnet, am Morgen noch ein kurzer Schauer, doch die Temperatur ist mild geblieben, der Wind wieder weniger geworden. Deshalb kann am Vormittag der Baum angeschlagen und danach die Segel angebracht und eingerollt werden. Allmählich blinzelt die Sonne durch erste Wolkenlücken. Leinen los um 14.50 h, in strahlendem Sonnenschein bei leichtem Wind mororen wir zur westlichen Seite der Kieler Förde nach Stickenhörn         ( Friedrichsort ); fest auf unserem Liegeplatz um 15.30 h. Mit dem Bus fährt Harald zurück nach Ellerbek, um unser Auto zu holen. Abends Besuch bei Dörte + Felix , wo wir beim gemeinsamen leckeren Essen einen sehr netten Abend verbringen. Rückfahrt nach Hamburg am nächsten Mittag.
                                                                                                                       2,9 sm


15. - 17.04.
Der Freitag ist noch sehr regnerisch, erst am späten Nachmittag wird es trockener; der Himmel bleibt bedeckt. Wir haben unser Auto wieder beladen und verstauen nun die Dinge an ihren Platz an Bord. Die kühle Luft unter Deck ( ca. 9°C ) verjagen wir wieder per Heizung. Am Samstagmorgen noch ein Schauer, dann  drängt sich  die Sonne durch die Wolkenfelder, jedoch fegen sehr stürmische Böen durch die Luft. Heidrun kärchert akribisch das Schiffsdeck - das dauert einige Stunden. Derweil ist Harald unter Deck beschäftigt: einige Kabel sind wg. Einbau eines neuen Speed- / Echologanzeigers wieder sorgfältig zu befestigen, renovierte Lamellen-Rollos wieder anzuschrauben, usw., usw.... Nach so viel Arbeit und ungewohnt konzentrierten Sauerstoffs fallen wir dann auch später müde in unsere Kojen. Inzwischen füllten sich etliche freie Liegeplätze allmählich auch wieder mit Booten, der Sonntag wird dann von den Skippern zum Maststellen und Segelanschlagen genutzt - der Anblick ist nun wieder gewohnt komplett; das Hafenleben erwacht wieder. Auch die Möwen sind wieder aktiv: hat doch eine auf dem frisch gesäuberten Deck ihre Hinterlassenschaften abgeladen !!!! - Sch... ! Wir erledigen noch einige ausstehende Arbeiten und können am Nachmittag - zufrieden mit unserem Werk - wieder nach Hause fahren, denn wir sind wieder einen "großen Schritt" weitergekommen.


23.- 28.05.
Nach wochenlanger Abwesenheit aus hauptsächlich familiären Gründen wird es höchste Zeit, 'mal nach dem Rechten zu schauen. Das Schiff ist im ordentlichen Zustand, benötigt allerdings eine "Wäsche" - was noch am Dienstagnachmittag erledigt wird, denn am nächsten Tag ist "Skipper's Geburtstag" ! Den feiern wir  in der "Hafenwirtschaft" in Kiel-Holtenau, am NOK, mit einem wunderbaren Essen, gemeinsam mit Familie und Freundespaaren aus Kiel. Anschließend gemütlicher Klönschnack an Bord. Wir bleiben noch bis zum Samstag an Bord, um, wg. eines Trauerfalls, "helfende Hände" vor Ort zur Verfügung stellen zu können. Das Wetter ist in diesen Tagen ordentlich mit schönen sonnigen Momenten dabei. Rückreise am Samstagnachmittag.


19. - 21.07.
Anfang Juli waren wir zuletzt zur Stippvisite an Bord gewesen. Danach wurde Heidrun wg. einer Zerrung im Knie “außer Gefecht” gesetzt und musste sich schonen. Ein “Unglück” kommt selten alleine: Bald darauf wurde Harald wg. eines Magen-/Darmvirus aus dem Verkehr gezogen, wobei ihm Heidrun einige Tage später Gesellschaft leistete - wir waren ein “Traumpaar”! Wettermäßig hatten wir nichts versäumt, denn sehr viel (!!) Regen mit Gewittern verlockte sowieso nicht, außer Haus zu gehen. Nun haben sich die Innereien beruhigt: Harald ist wieder voll einsatzfähig, Heidrun noch sehr geschwächt, jedoch imstande, zum Schiff zu fahren. Wir hatten bereits Proviant gekauft, der nun an Bord verstaut wird, der Tank wird ebenfalls mit dem mitgebrachten Diesel voll gefüllt. Es ist ‘mal wieder Sommer: Endlich Wärme, leichter Wind und trocken! Waltraut und Uwe (SY “Yin”) sind auch im Hafen und gemeinsam schauen wir uns den Reisebericht unserer Kreuzfahrt in Südamerika an; anschließend launiger Klönschnack bis spät in die Nacht. Am nächsten Abend krönen wir diesen noch wärmeren Sommertag mit Leckereien vom Griechen, die wir im Cockpit in lauer Luft genießen können. Im Hafen ist heute viel Bewegung: Am Freitag beginnen in Schleswig-Holstein die Schulferien und die Kieler bereiten die Boote für den Urlaubstörn vor. Am Donnerstagmorgen, nach reichlich Regen in der Nacht mit Gewitter “anderswo”, wird unser Schiff zum baldigen Törn begutachtet => Betten neu beziehen, letzte Dinge zum Waschen mitnehmen, durchsaugen, usw. … Wenn Heidrun wieder top-fit sein wird ( das Knie ist noch nicht voll belastbar) und das Wetter spielt mit, geht es bald los.


23. - 26.08.

Rückblick: "Ein Unglück kommt selten allein"... Heidrun hatte sich eine Zerrung im linken Knie zugezogen und anfangs als "Muskelkater" (woher?) eingestuft. Doch es schmerzte immer stärker, bis kein Gehen mehr möglich war, weil das Knie wg. einer starken Entzündung auch angeschwollen war! Also: 3 x täglich mit "Voltaren" eingesalbt, mit Gefrier-Elementen gekühlt und dazu: totale Ruhestellung. Nach einer weiteren Woch dann gaaanz langsam erste Gehversuche mit Hilfe von zwei Krücken, was dann im weiteren Verlauf  auf eine Krücke reduziert werden konnte, bis auch auf diese verzichtet werden konnte = leider ein sehr langwieriger Vorgang. Nach etlichen Wochen dann endlich "Ausgang" ( "Oma" läßt grüßen) und allmählich besser werdende Gehfähigkeit. Doch ganz geheilt ist sie noch nicht, denn das Anwinkeln und die volle Belastung des Beines bereitet noch Probleme.
Am Dienstag, 23.8., fahren wir also zum Schiff, weil sommerliches Wetter angesagt wurde und wir deshalb testen wollen, wie bzw. ob das Übersteigen aufs Boot möglich ist => das  geht, wenn auch noch etwas bedächtig. Doch "seefest" ist das Bein noch nicht - segeln also noch nicht möglich bei schwankendem "Boden" bzw. unmöglich, Anlegemanöver zu bewältigen. Geduld bewahren ( fällt nicht ganz leicht!). Also: Hafentage in sonniger Seeluft  ( ca. 30°C) und Dusche mit dem Wasserschlauch im Cockpit. Heidrun ist jedoch schon ganz froh, überhaupt an Bord sein zu können. Auch ein gemeinsames Abendessen mit Waltraut + Uwe (SY "Yin") in lauer Luft in Schilksee und mit Blick auf die Ostsee motiviert zum weiteren Geh-Training - es kann nur noch besser werden... Am Freitagnachmittag müssen wir  wieder aus Termingründen zurück nach Hamburg.



21. - 22.10
Heidruns Gesundheitszustand hatte dich dann auch weiter verbessert. Bis Anfang September hatten wir weiter unbeständiges Wetter. Dann überraschte uns alle ein wunderbares großes Hochdruckgebiet, das uns - im September !! - noch etliche heiße Sommertage bescherte und somit nun als wärmster September überhaupt die Statistik anführt. Nur: wir “mussten” eine lange Zeit vorher gebuchte Reise nach Lettland und Litauen antreten, weil seinerzeit niemand mit diesem schönen (Segel- ) Wetter rechnen konnte. Doch wir waren nicht traurig, denn so konnten wir die Schönheit der Landschaften mit Sonnenschein genießen - zwar nicht ganz so heiß, doch angenehm warm. Riga und Vilnius sind herausragende, sehenswerte Städte ( UNESCO Weltkulturerbe ), “dazwischen” viele Wälder, weite Wiesen mit viel Gewässer und weitere lohnenswerte Sehenswürdigkeiten. Im Jahr 2007 waren wir ja mit unserem Boot an der Küste ( Klaipeda und Liepaja ) gewesen und diese Reise ins Landesinnere war eine sehr gute Ergänzung. Das nachfolgende Wetter war dann wieder “saison-typisch” => kein Segeltörn.
Jetzt ist Saisonschluss: es ist kalt ( 9/10°C )  und Regenschauer begleiten uns auf der Fahrt nach Kiel. Freundlicherweise dann Regenpause, als wir an Bord gehen. Wir wollen unsere “Viking” zum Ostufer der Förde überführen. Leinen los um 14.15 h, wir motoren bei nachlassendem Wind und einzelnen Sonnenstrahlen, die sich durch gewaltige Wolkenformationen zwängen, und erreichen um 14.50 h den Hafen Ellerbek, Boxenplatz. Ein kurzer Regenschauer zur Begrüßung ! Am Abend ist Versammlung im WSCE-Vereinsheim, um das Aufslippen und die Arbeitseinsätze für das nächste Wochenende zu besprechen. Am darauffolgenden Vormittag dann noch allgemeiner Arbeitseinsatz : Vorbereitung des Winterlagerplatzes, u.a. auch Aufstellen der Lagerböcke für die Schiffe - das dauert bis zum frühen Nachmittag, bei ständigem Regen. Unsere Segel können wir noch nicht abschlagen, weil diese sonst nass eingelagert werden müssten. Morgen soll es trockener werden…
                                                                                      3 sm


23. + 24. 10.
Heute ist der Regen “woanders”, der Himmel bleibt jedoch bedeckt, kaum Wind. Harald hat die Vorbereitungen zum Mastlegen beendet und gegen 13.00 h liegen wir unter dem Mastenkran. Die Männercrew der “SY Liaison” hilft uns beim heraushieven des Mastes aus dem Bauch der “Viking” und mit vereinten Kräften sind bald alle Befestigungsschrauben  gelöst, die Wanten baumeln lose, der Mast schwebt in der Luft und wird auf die bereitgestellten Böcke abgelegt. Wir motoren zurück zum Liegeplatz, wo Heidrun dann das “Loch” im Deck mit Plastik und “Eimer on Top” verschließt ( damit die Möwen nicht die Plastik aufhacken können, was wir anfangs erlebt haben ). Derweil ist Harald mit dem Abtakeln des Mastes beschäftigt und dieser wird dann um 15.30 h im Mastenlager verstaut. Geschafft !, jetzt wird an Bord entspannt. Die Heizung spendet kuschelige Wärme und wir sehen uns am Abend im Fernsehen den “Tatort” an. Am nächsten Morgen ist es sehr diesig, doch erste Sonnenstrahlen (!) erhellen den Dunst und tauchen unsere “Viking” in goldenes Licht. Nachdem alles aufgeklart und das Auto vollgepackt ist, fahren wir zurück nach Hause.



29.10.
Gestern Nachmittag sind wir bereits an Bord eingetroffen, weil Morgen ab 7.30 h das Aufslippen beginnen soll - somit können wir 1 Stunde länger schlafen, weil die Anfahrt bereits erledigt ist. Wetterprognose für heute: Trocken, später aufklarend, 13°C, Wind W/NW um 5 Bft, stark böig. Nach dem frühen Frühstück geht Harald zum Bootsplatz, um beim Slippen mit anzupacken, Heidrun räumt derweil unter Deck viele Fächer und Schubladen aus und packt Kisten und Taschen voll, bereit zum Abtransport; wir sollen als 11.Schiff dran sein. Ablaufpläne sind dafür da, auch umgestoßen werden zu können: Plötzlich kommt Harald zum Liegeplatz gelaufen: “Ablegen, wir sind jetzt dran, der Kran wartet!” Stromkabel einsammeln, Heizung aus, Leinen klar, Motor an. Wir legen ein wirklich blitzschnelles Ablegemanöver hin! Hilfreiche Hände an der Rampe binden unser Schiff fest, Heidrun springt von Bord, die Broken werden um den Schiffsbauch gelegt - und “up, up and away”: “Viking” schwebt in der Luft, wird dann zum Winterliegeplatz geschwenkt und eingepasst; standfest im Lagerbock um 11.55 h. Harald ist in Gemeinschaftsarbeit mit den Vereinskollegen wieder eingespannt, um die anderen Schiffe auch so gut aus dem Wasser zu holen, was noch einige Stunden dauert. Danach essen wir noch an Bord, anschließend noch etwas Ruhepause, die ausgeräumten Sachen im Auto verstauen und zurück nach Hause fahren. Das war ein langer Tag ! In den kommenden Tagen wird Harald das Schiff winterfest machen , das Gerüst für die Plane aufbauen und mit der Plane das Schiff zudecken.



29.12.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu - für uns war es das schlechteste Segeljahr aller Zeiten, da überhaupt nicht gesegelt !! Wir teilen auch die Einschätzung, dass sich ein Klimawandel vollzogen hat, denn stabile Wetterlagen mit mäßigen Winden vermissen auch wir an den nordischen Küsten. Seit 10 Jahren sind wir nun schon im Ruhestand , der es uns auch ermöglicht, unserer Neugier auf andere Länder und Kulturen ausgiebiger nachzugehen und “über den Tellerrand” zu schauen. Zumeist war es ein Mix aus Segelwochen im Sommer und weiteren Reisen mit Flugzeug, Bus und Pkw. Die zunehmend schlechten Sommer der vergangenen Jahre haben unsere Sommer-Segelzeit  verkürzt, weil wir nicht mehr bei jedem Wetter an Bord sein “müssen“. Segeln bleibt ein besonderes Erlebnis, denn dichter ist man nirgendwo in der Natur. Für die Vor- und Nachsaison des “Sommers” haben wir uns jedoch eine Alternative angeschafft: Seit Oktober besitzen wir auch noch ein Wohnmobil, mit dem wir künftig europäische Gefilde erkunden wollen. Manch ein Segler wird jetzt tief Luft holen - wie kann man nur!? - doch wir haben auch dazu Lust. Vor etlichen Jahren waren wir bereits mehrfach in Florida mit “so einem Gefährt” unterwegs und diese Reiseart hat uns damals schon auch sehr gut gefallen. Wir können selbst bestimmen, wann, wohin wir fahren oder auch länger bleiben können, denn alles Notwendige ist “an Bord”. Wir sind gespannt auf 2017 !
Wir wünschen unseren Lesern ein gutes, gesundes Neues Jahr -                        
bleibt uns bitte gewogen !